Warum muss ich meinem enthärteten Trinkwasser etwas zudosieren? Und was?

Enthärtetes Wasser kann zwar weder eine Rohrverstopfung noch Lochfraß verursachen. Aber es hat, wie auch natürlich weiches Wasser, eine geringere Kraft, Schutzschichten in der Rohrleitung auszubilden. Solche Schichten schützen die Leitungen zum Beispiel vor Flächenkorrosion.

Auf Edelstahl- und Kunststoffrohre hat das Fehlen dieses Schutzmantels keine negativen Auswirkungen. Doch für Rohrleitungen aus anderen Werkstoffen ist die Schutzschichtbildung wichtig und sollte unterstützt werden.

Das erreichen wir, indem wir zum Beispiel mit einer Dosierpumpe dem Wasser eine minimale Menge an Minerallösung zudosieren. Die bei der Dosierung eingesetzten Mineralstoffe, z. B. Phosphate, sind gesundheitlich unbedenklich und von der Trinkwasserverordnung vorgesehen. Für den menschlichen Organismus ist Phosphat ein lebenswichtiges Element und wird für viele Körperfunktionen gebraucht. In vielen Lebensmitteln ist es in großen Mengen enthalten.

An der täglichen Phosphataufnahme des Menschen von ca. 6.000 mg macht die Aufnahme von ca. 10 mg Phosphaten aus behandeltem Trinkwasser nur einen sehr geringen Teil aus und ist somit zu vernachlässigen.