STAGING COPY
Trinkwasserhygiene | JUDO.eu - STAGING COPY

Trinkwasser-Hygiene
alltäglich, aber nicht immer garantiert

Unsere Wasserwerke stellen Trinkwasser in bester Qualität bereit. Jedoch: Zwischen Wasserwerk und Wasserhahn liegen komplexe und weit verzweigte Leitungen und Installationen. Um deren hygienischen Betrieb zu gewährleisten, müssen alle Beteiligten bestimmte Standards einhalten.

Der Planer muss das Trinkwassersystem richtig auslegen, um die Grundlagen für einen hygienischen Betrieb zu schaffen.

Der Installateur muss seine Arbeit bis zur Übergabe korrekt ausführen.

Und der Betreiber der Anlage muss für den so genannten „bestimmungsgemäßen Betrieb“ sorgen.

Produkte und Anlagen, die Sie dafür benötigen, bekommen Sie von JUDO. Wenn Sie möchten, auch zusammen mit einer umfassenden und qualifizierten Beratung.

So wird Hygiene
zur Norm

Planung

Die DIN EN 806-2 schreibt unter Punkt 3.2.1 vor: Die Trinkwasserinstallation ist so zu planen, dass übermäßige Fließgeschwindigkeiten, geringer Entnahmearmaturendurchfluss und stagnierendes Wasser vermieden werden.

Die DIN 1988-100: 2011-08 macht unter Punkt 7 ausführliche Vorgaben zur Vermeidung von Stagnation.

Die Richtlinie VDI/DVGW 6023 verlangt unter Punkt 5: Die Bildung von Biofilmen in der Trinkwasserinstallation muss durch Planung, Betrieb und Instandhaltung eingeschränkt werden. Außerdem gibt die Richtlinie die verschiedenen Maßnahmen vor.

mehrere Waschtische in einem WC

Filtration

Die DIN EN 806-1 gibt unter Punkt 3 als wesentliches Ziel vor, eine Verunreinigung des Trinkwassers aus der öffentlichen Wasserversorgung, Verschwendung, Verluste und Missbrauch zu vermeiden.

Die DIN 1988-200 ist die wichtigste Norm in Bezug auf Schutzfilter. Unter Punkt 12.4 (Mechanische Filter) schreibt sie vor:

12.4.1 Allgemeines: Unmittelbar hinter der Wasserzähleranlage ist ein mechanischer Filter einzubauen.

12.4.3 Bedingungen für den Einbau und Betrieb: Der Einbau hat zeitlich vor der erstmaligen Füllung der Trinkwasserinstallation und örtlich unmittelbar hinter der Wasserzähleranlage zu erfolgen. Es dürfen nur mechanische Filter eingebaut werden.

Die DIN EN 806-5 regelt unter Anhang A, Tabelle A1 die Häufigkeit für Inspektion und Wartung: ein Intervall von 6 Monaten für rückspülbare und nicht rückspülbare Filter von 80 µm bis 150 µm.

Sie sind verpflichtet, die Trinkwasserqualität zu schützen

Enthärtung

Die DIN EN 806-2 sagt unter Punkt 12.2.10: Der Einbau einer Wasserbehandlungsanlage hat den Zweck, Korrosion und Steinbildung zu verhindern.

Die DIN 1988-200: 2012-05 legt unter Punkt 12.2.3 zum Thema Steinbildung fest: Für den Fall, dass Steinbildung zu erwarten ist, kann eine Trinkwasserbehandlung in Betracht gezogen werden, z. B. Wasserenthärtung durch Ionenaustausch nach 12.6, Dosierung von Chemikalien nach 12.5 oder mittels Kalkschutzgeräten nach 12.7.

Kind in der Badewanne schaut sich den Schaum genau an

Absicherung des Trinkwassers

Die DIN EN 1717:2001-05 legt unter Punkt 5.2 fest: Heizungswasser wird in Flüssigkeitskategorie 3 oder 4 eingeteilt. Diese Flüssigkeitskategorie wird laut Schutzmatrix (Punkt 5.8) durch freien Auslauf oder durch einen Rohrtrenner BA abgesichert. Die genaue Beschreibung wird im Anhang A aufgelistet.

Die DIN 1988-100 ergänzt die DIN EN 1717.

Heizungsraum eines Einfamilienhauses ohne DIN EN 1717 gerechten Anschluss ans Trinkwassernetz

Legionellen-Prophylaxe

Ab dem Wasserzähler hat der Betreiber die Verantwortung für eine hygienische Trinkwasserinstallation. Daher sollten Sie in jedem Fall einige entscheidende Punkte beachten.

Stagnation vermeiden

Installationen sollten durch korrekte Auslegungen so dimensioniert werden, dass gemäß VDI/DVGW 6023 Stagnationszeiten kurz gehalten und Totleitungen vermieden werden. Für einen regelmäßigen und vollständigen Wasseraustausch muss der Betreiber sorgen.

Untersuchungen machen auf nicht ersichtliche Trinkwasserprobleme aufmerksam

Schutz vor Korrosion

Aggressives Wasser greift Werkstoffe wie verzinkten Stahl oder Kupfer an. Die Folge: Flächenkorrosion, verfärbtes Wasser und eine zerklüftete Oberfläche, die leichter von Keimen besiedelt werden kann. Durch die Zudosierung von JUL-Minerallösungen können diese Probleme vermieden werden. JUDO Rückspül-Schutzfilter nach DIN 19628 und DIN EN 13443-1 halten Schmutzpartikel zurück und helfen, Punktkorrosionen zu vermeiden.

Korrodierte Rohrleitung

Schutz vor Kalk

Von Kalk zerklüftete Rohroberflächen begünstigen die Vermehrung von Bakterien. Eine optimale Voraussetzung für Trinkwasserhygiene schaffen JUDO Enthärtungsanlagen nach DIN 19636-100 und JUDO Anlagen zum alternativen Kalkschutz nach DVGW W 510 sowie Dosieranlagen nach DIN 19635 zur Härtestabilisierung.

Verkalkte Kunststoff-Rohrleitung

Kritische Temperaturbereiche

Legionellen vermehren sich vor allem zwischen 30 °C und 45 °C. Trinkwassererwärmer sollten nach DVGW W 551 auf eine Dauertemperatur von mindestens 60 °C eingestellt werden. Die Rücklauftemperatur darf in jedem einzelnen Strang maximal 5 °C niedriger sein. Aus diesem Grund sollten auch Rohre gut gedämmt werden. Eventuell empfiehlt es sich, Zirkulationssysteme und/oder Begleitheizungen zu integrieren. Kaltwasser sollte so kalt wie möglich sein.

Hygieneprobleme durch Keime

Überwachung der mikrobiologischen Belastung

Die Trinkwasserverordnung fordert unter anderem in § 14 Abs. 3 eine jährliche Untersuchung auf Legionellen für Wasserversorgungsanlagen, in denen sich eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung befindet. Die Untersuchung hat an unterschiedlichen, repräsentativen Stellen nach DIN EN ISO 19458 zu erfolgen. Deshalb empfehlen wir, wie in der VDI/DVGW 6023 und DVGW W 551 beschrieben, abflammbare Probenahmearmaturen einzubauen oder nachzurüsten.

Wasseranalyse mit Befund

Eine Kontamination mit Legionellen ist nicht ungefährlich und äußerst unangenehm – letztlich auch für den Betreiber. Am besten, es kommt niemals soweit. Falls Sie sich unsicher sind, was einzelne Pflichten oder Maßnahmen angeht – nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir helfen Ihnen gern weiter oder nennen Ihnen Stellen, an die Sie sich wenden können.

Maßnahmen bei kontaminierten Systemen

Weitere Themen im Gewerk Sanitär