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Risikofaktoren für Kühl- und Klimaanlagen | JUDO.eu - STAGING COPY

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Und mit Ihren Aufgaben auseinander.

Wasseraufbereitung spielt für die Kühl- und Klimatechnik eine entscheidende Rolle. Ebenso wie im Heizungsbereich ist optimal aufbereitetes Wasser entscheidend für die dauerhafte und effiziente Funktion der Anlagen.

Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied: In offenen Kühltürmen zum Beispiel kommt Wasser in Kontakt mit der Umgebungsluft. Das heißt: der hygienische Betrieb ist nicht nur für die Personen wichtig, die unmittelbar mit der Anlage befasst sind – er betrifft auch Dritte. Damit steht der Betreiber in einer ungleich größeren Verantwortung.

Sie haben Fragen zur Wasseraufbereitung für Kühl- und Klimaanlagen? Unsere Experten sind für Sie da.

Warum Kühlwasser
ein heißes Thema ist.

Risikofaktoren
Eindickung und Verkeimung

Wasser wird – um zu kühlen oder zu befeuchten – im offenen Kühlturm verrieselt bzw. im Luftbefeuchter versprüht. Dabei verdunstet es und lässt die enthaltenen Salze zurück. Der Verdunstungsverlust wird durch ständige Frischwassernachspeisung ausgeglichen. Da das Nachspeisewasser ebenfalls Salze mit sich führt, erhöht sich fortlaufend die Konzentration im System. Man spricht von Eindickung. Die Folgen sind meist hartnäckige, leistungsmindernde Beläge oder Korrosion – begünstigt durch hohe Temperaturen und ständigen Sauerstoffeintrag. Bei Luftwäschern besteht die Gefahr von Tropfendurchschlägen. Erhöhte Temperaturen, Anreicherung von Nährstoffen und Lichteinwirkung begünstigen die Verkeimung, Algenbildung und das Wachstum von Biofilmen.

Risikofaktoren Eindickung und Verkeimung

VDI-Richtlinie 3803

Welche Grenzwerte maßgeblich sind, regelt die VDI-Richtlinie 3803. Sie beschreibt, mit Rücksicht auf die jeweiligen Materialanforderungen, die erlaubten Höchstgrenzen der Wasserinhaltsstoffe im Umlaufwasser offener Kühlkreisläufe und von Kontakt- und Sprühbefeuchtern. Einige Anlagenhersteller gehen mit ihren Anforderungen allerdings noch weit über die VDI-Richtlinie hinaus und führen noch strengere Grenzwerte auf.

VDI-Richtlinie 2047-2

Die VDI-Richtlinie 2047-2, die so genannten Kühlturmregeln, macht genaue Vorgaben zum hygienegerechten Betrieb von Verdunstungskühlanlagen. Der entscheidende Punkt des Regelwerks: Betreiber solcher Anlagen sind für den hygienisch einwandfreien Betrieb verantwortlich und müssen Dritte vor Gefahren schützen. Ebenfalls enthalten ist die Forderung einer Gefährdungsbeurteilung nach hygienischen Aspekten.

Für welche Anlagen gelten die Kühlturmregeln?

Die VDI-Richtlinie 2047-2 gilt für alle luftgekühlten Verfahren, bei denen Wasser verrieselt, versprüht oder anderweitig in direkten Kontakt mit Luft gebracht wird. Also für offene Nasskühltürme, Naturzugkühltürme mit einer Leistung bis 200 MW, Hybridkühltürme und Verdunstungskondensatoren.

Die VDI-Richtlinie 2047-2 gilt für alle luftgekühlten Verfahren, bei denen Wasser verrieselt, versprüht oder anderweitig in direkten Kontakt mit Luft gebracht wird.

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