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Betrieb einer Brunnenwasseraufbereitung | JUDO.eu - STAGING COPY

Eigene Brunnen
Anlagen mit Auflagen

Die große Mehrheit aller deutschen Haushalte bezieht ihr Trinkwasser von Wasserversorgungsunternehmen. Doch etwa 700.000 Menschen trinken Wasser aus eigenen Brunnen oder Quellen. Dabei ist der eigene Brunnen keineswegs eine Privatangelegenheit, sondern ist mit vielen Auflagen und Pflichten verbunden. Die Trinkwasserverordnung unterscheidet Brunnen anhand der Personenkreise, die mit Wasser versorgt werden:

„Kleinanlagen zur Eigenversorgung“ sind Brunnen, aus denen das Wasser ausschließlich zur eigenen Nutzung entnommen wird.

„Dezentrale kleine Wasserwerke“ sind Brunnen, aus denen das Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit abgegeben wird. Also zum Beispiel an Mieter, Feriengäste oder Gewerbebetriebe. Für den Betreiber einer solchen Anlage gelten strengere Pflichten, auch in Bezug auf die Wasserqualität.

Beim Betrieb eines Brunnen gefragt:
tiefergehendes Wissen

Ob Eigenbedarf oder Abgabe von Brunnenwasser – eine fachliche Beratung zur Wasserqualität ist unumgänglich. Wichtige Ansprechpartner sind zunächst das Gesundheitsamt und die Wasserbehörde des jeweiligen Kreises. Wenn Sie sich zunächst ein Bild machen möchten über die Wasserqualität und eventuell erforderliche Aufbereitungsmaßnahmen – unsere Experten stehen Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite.

Das Gesundheitsamt ist nach § 18 und 19 der Trinkwasserverordnung zur Überwachung von Hausbrunnen verpflichtet. Um dieser Pflicht nachzukommen, kontrolliert es private Brunnenanlagen und nimmt Wasserproben.

Klare Sache:
Die Pflichten des Betreibers

Gut untersucht ist halb aufbereitet.

Die regelmäßigen Untersuchungen einer Brunnenanlage müssen von einer akkreditierten Stelle durchgeführt werden. Eine Adressliste ist beim zuständigen Gesundheitsamt erhältlich. Die Ergebnisse müssen ans Gesundheitsamt übermittelt werden und sind danach mindestens zehn Jahre lang aufzubewahren.

Für Betreiber eines dezentralen kleinen Wasserwerks ist die Untersuchungspflicht am umfangreichsten. Setzt er außerdem Chemikalien zur Aufbereitung ein, muss er das dokumentieren, indem er die verwendeten Stoffe und ihre Konzentration im Trinkwasser aufzeichnet. Es dürfen nur Stoffe eingesetzt werden, die nach § 11 der Trinkwasserverordnung gelistet sind.

Wird bei den Untersuchungen festgestellt, dass ein oder mehrere Grenzwerte überschritten sind, muss der Betreiber das dem Gesundheitsamt melden. Die Pflichten für Betreiber eines dezentralen kleinen Wasserwerks sind auch in diesem Fall noch vielfältiger und beinhalten unter anderem einen Maßnahmenplan.

Betreiberpflichten im Überblick

Die wichtigsten Schritte für einen vorschriftsmäßigen Betrieb:

  • Den Betrieb beim Gesundheitsamt anmelden (auch bei Übernahme oder Eigentumsübergang).
  • Das Amt über die bauliche und technische Ausführung informieren.
  • Die Anlage bei der zuständigen Wasserbehörde melden.
  • Eine Erstuntersuchung bei der Inbetriebnahme sowie
  • regelmäßige Untersuchungen während des Betriebs durchführen lassen.

Bei allen Fragen zur Wasseraufbereitung und zur Sicherung der Trinkwasserqualität sind wir gern für Sie da. Wir helfen Ihnen, mit Hilfe der vorliegenden Untersuchungsergebnisse die optimalen Maßnahmen zur Aufbereitung festzulegen.

Weitere Informationen zur Trinkwasser-Gewinnung aus Brunnenwasser